Tagesgeld

Tagesgeld

Tagesgeld Zinsen

Ausschlaggebender Punkt für die Eröffnung eines Tagesgeldkontos ist neben der Einfachheit und Flexibilität auch die relativ hohe Verzinsung der Anlagesumme.

Auch in Zeiten der Finanzkrise liegen die Top-Zinsen bei Tagesgeld um die vier Prozent, also deutlich höher als die Zinsen einiger anderer, als sicher geltender Anlageprodukte. In puncto Verzinsung sind aber auch noch einige andere Punkte außer der Zinshöhe zu beachten, um tatsächlich den Gewinn aus diesem Investment zu optimieren. Worauf Anleger außerdem achten sollten, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Verzinsung

Die Verzinsung von Tagesgeld ist direkt an den EONIA gekoppelt, den Euro Overnight Index Average, der den durchschnittlichen Zinssatz unbesicherter Kurzfristanlagen im Euroraum ausweist.

Der EONIA wird jeden Tag neu berechnet, insofern kann der Zinssatz, der auf ein Tagesgeldkonto gewährt wird, ebenfalls täglich schwanken. Allerdings greifen die Banken hier zu einem Trick: Um Kunden anzulocken gewähren sie in den ersten Monaten eines Engagements eine Zinsfestschreibung, häufig über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten.

Während dieser Zeit bleibt der Tagesgeld-Zinssatz konstant hoch, danach orientiert er sich am EONIA. Da dieses Vorgehen die Rendite deutlich schmälern kann, wechseln aktive Investoren nach einigen Monaten die Bank, um wieder von den attraktiven Neukundenkonditionen profitieren zu können.

Die Zinsen werden dem Anleger in regelmäßigen Intervallen gutgeschrieben, die von Anbieter zu Anbieter variieren. Hier gilt: Je kürzer die Intervalle, umso günstiger für den Anleger. Wenn Zinsen nicht erst am Ende eines Jahres, sondern etwa am Ende eines Quartals ausgezahlt werden, kann auf diese Weise vom Zinseszins-Effekt profitiert werden:

Die Zinsen, die früh dem Tagesgeldkonto gutgeschrieben werden, werden in der nächsten Zinsperiode bereits mit verzinst, was das Guthaben schneller wachsen lässt.

Versteuerung

Dass Zinseinnahmen in Deutschland versteuert werden müssen, ist sicherlich kein Geheimnis. Seit dem 01. Januar 2009 erfolgt eine pauschale Besteuerung der Zinserträge von Tagesgeldkonten mittels der Abgeltungssteuer. Alle Zinserträge sind mit 25 Prozent zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. der Kirchensteuer zu besteuern. Die Abgeltungssteuer wird sofort bei Gutschrift der Zinsen an das zuständige Finanzamt abgeführt.

Aber es gibt einen Weg, seine Zinseinkünfte zu retten: Mithilfe des Sparerfreibetrages. Wer seiner Bank einmalig einen Freistellungsauftrag erteilt, kann Zinseinnahmen bis zur Höhe des Sparerfreibetrages steuerfrei vereinnahmen.

Quelle: zinsen.com