Tagesgeld Sicherheit - Einlagensicherung bei Tagesgeldkonten
Die Angst vor erneuten Bankenpleiten und den damit einhergehenden Verlust der Einlagen verunsichert viele Anleger.
Aber ihre Angst ist unbegründet: In Deutschland greifen gleich mehrere Sicherungssysteme ineinander, sodass sogar Investitionen in Millionenhöhe abgesichert sind. Zudem existiert eine unbegrenzte Bundesgarantie, die im Notfall verlorene Einlagen ersetzt, was allerdings nur für Investments gilt, die einen nicht-spekulativen Charakter aufweisen.
Fonds-Anlagen wären damit also nicht gesichert, wohl aber Anlagen auf Tagesgeldkonten. Wie die Einlagensicherung in Deutschland darüber hinaus aufgestellt ist, erklären wir Ihnen im Folgenden.
Gesetzliche Einlagensicherung
In jedem Fall greift bei deutschen Banken die deutsche Einlagensicherung, falls das Geldinstitut in eine finanzielle Schieflage geraten und angelegtes Kapital nicht mehr aus eigener Tasche zurückzahlen können sollte. Die gesetzliche Mindestsicherung betrug bisher 20.000 Euro bei 10 Prozent Selbstbehalt des Anlegers.
Als Folge der Finanzkrise wurde der Betrag nun auf 50.000 Euro, zum 31. Dezember 2009 auch auf 100.000 Euro erhöht. Mit der neuen Regelung entfällt der Selbstbehalt, die Einlagen sind bis zum Höchstbetrag zu 100 Prozent besichert.
Freiwillige Einlagensicherung
Zusätzlich zur gesetzlichen Einlagensicherung sind viele deutsche Banken auch Mitglied freiwilliger Sicherungseinrichtungen wie etwa der des Bundesverbandes deutscher Banken. Banken, die zu einer Bankengruppe gehören, profitieren in der Regel von internen Sicherungssystemen:
eine Bank einer Bankengruppe in finanzielle Schwierigkeiten, erhält sie Hilfe von den Partnerbanken der gleichen Bankengruppe.
Häufig sind Tagesgeldanlagen bei deutschen Banken dank der freiwilligen Einlagensicherung in Millionenhöhe gesichert, in Einzelfällen sogar in unbegrenzter Höhe. Vorsichtig gilt es bei ausländischen Banken zu sein: Sie locken zwar mit attraktiven Angeboten, unterliegen aber nicht der deutschen Einlagensicherung.
Es bietet sich daher an, Tagesgeld dort nur maximal in der Höhe anzulegen, in der die Anlage auch gesichert ist. Die Höhe der Einlagensicherung bei ausländischen Banken erfährt man bei einem Blick auf den jeweiligen Webauftritt.
